Universität Hamburg Mineralogisches Museum Universität Hamburg
  METEORITEN 

Die Meteoritensammlung des Mineralogischen Museums

2011 umfasst die bedeutende Meteoritensammlung des Museums 921 außerirdische Proben, die 713 verschiedene Meteoritenfunde und -fälle repräsentieren, darunter auch Meteoriten mit Herkunft von Mond und Mars. Durch eigene Suchexpeditionen und wissenschaftliche Arbeiten an Meteoriten konnte die Meteoritensammlung in den letzten Jahren einen großen Zuwachs verzeichnen.

Die Meteoriten des Museums sind über das Internet-Museumsportal DigiCult für die Öffentlichkeit online zugänglich und recherchierbar (DigiCult Meteoritendatenbank).

Die Anfänge der Meteoritensammlung des Mineralogischen Museums der Universität Hamburg gehen auf das Jahr 1863 zurück. Damals besaß das Naturhistorische Museum Hamburg nur einen Meteoriten und zwar den 1724 gefundenen "Siderophyr" von Steinbach (Rittersgrün), Sachsen.

Nach dem Ausscheiden des ersten Kustoden der Mineralogischen Abteilung des Museums, O. Mügge, im Jahre 1887 waren bereits 42 verschiedene Meteorite in der Sammlung vertreten. Eine starke Erweiterung des Meteoritenbestandes erfolgte während der Tätigkeit von C.C. Gottsche bis zum Jahre 1909. Unter seiner Leitung wuchs die Meteoritensammlung durch Tausch, Kauf und Geschenke auf 139 Fundorte an.

In diese Periode fällt auch die Anschaffung dreier großer "Meteoreisenblöcke" von 424 kg, 340 kg und 255 kg Gewicht aus der Nähe von Gibeon im südlichen Namibia (ehemals Deutsch-Südwestafrika). Sie wurden mit Hilfe der Jenisch-Stiftung und namhafter Unterstützung einer Anzahl von Gönnern des Museums im Jahre 1905 erworben. Während die zwei kleineren Blöcke anschließend in Scheiben geschnitten und zum Tausch genutzt wurden, blieb der 424 kg-Block als größter deutscher Museumsmeteorit erhalten. Er ist heute mit einer umfangreichen Auswahl weiterer Meteorite in der Sammlung des Mineralogischen Museums ausgestellt.

Eigenfunde des Mineralogischen Museums

Meteoriten-Neuerwerbungen des Museums

Meteoritenexpeditionen

 


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Impressum | Letzte Aktualisierung am 21. September 2017 durch R. Kurtz